Schulabgänger, die sich zum Stanz- und Umformmechaniker ausbilden lassen, fertigen mit hoher Präzision vielfältige Produkte und sind gesuchte Spezialisten. Stanz- und Umformtechniker werden zum großen Teil in Unternehmen beschäftigt, die als Zulieferer für die Automobilwirtschaft, die Konsumgüter- und die Investitionsgüterindustrie oder in Bereichen der erneuerbaren Energien tätig sind. Jedoch haben sich in den letzten Jahren die Anforderungen in der Fertigung stark verändert.

So muss heute in kurzer Zeit eine große Teil- und Variantenvielfalt produziert werden und auch die Fertigungsprozesse sind komplexer geworden. Deshalb wurde 2013 der Ausbildungsberuf des Stanz- und Umformmechanikers eingeführt. „Bisher wurden diese Aufgaben von Fachkräften aus der Werkzeugherstellung oder Metallverarbeitung übernommen. Von Schulabgängern, die sich seit 2013 zum Stanz- und Umformtechniker ausbilden lassen, werden nach Absolvierung der Lehre hohe fachliche Kompetenz und fundiertes Prozesswissen verlangt. Hierdurch eröffnen sich neue Wege für die dringend notwendige Nachwuchsgewinnung von Fachkräften“, erklärt Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad. Im Vordergrund des Berufsbildes der Stanz- und Umform-Fachkräfte steht das Einrichten und Führen von verketteten Maschinen sowie das Steuern und Überwachen des Material­flusses.

Stanz- und Umformtechniker beheben Störungen an Automaten und Pressen und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch. In der Regel werden die benötigten Einzelteile in Serie hergestellt. Dazu müssen die Fachkräfte die Anlagen entsprechend programmieren. Nach mehreren Testläufen werden die Ergebnisse überprüft und die Maschinen gegebenenfalls neu justiert. Dann startet die Produktionsreihe. Dabei gilt es, den Produktionsprozess zu überwachen. Aber auch das Warten der Automaten zählt zu den verantwortungsvollen Aufgaben der Stanz- und Umform­spezialisten.    

Text: txn-p