Der erste Eindruck zählt – das ist längst bekannt. Im Falle einer Bewerbung steht und fällt dieser mit dem richtigen Bewerbungsfoto. Anders als zum Beispiel in den USA oder in Großbritannien, wo Fotos von Bewerbern gar nicht in Frage kommen, sind in Deutschland jedoch Bilder auf dem Lebenslauf oder der Bewerbungsmappe zumindest bei den meisten Firmen erwünscht.

Professionelle Fotos beim Fotografen

Bewerbungsfotos beim Fotografen anfertigen zu lassen, ist eigentlich kein Tipp, sondern ein Muss! Der erste Eindruck ist schließlich viel zu wichtig, um ihn durch ein schlechtes oder unangemessenes Foto zu beeinflussen. Und was „unangemessen“ bedeutet, kann ein Laie leider oft gar nicht erkennen. Personalchefs sind da mit ihrem geschulten Blick wesentlich aufmerksamer und auch anspruchsvoller. Klar, professionelle Fotografen sind nicht sehr preisgünstig. Je nach Fotograf oder Studio muss man schon etwa 30 bis 50 Euro in die Bilder investieren. Doch das lohnt sich auch. Aus vielen verschiedenen kann man sich die besten Aufnahmen dann aussuchen. Bei Bedarf können sollten die Bilder im Nachhinein sogar bearbeitet werden, sodass gegebenenfalls Haarsträhnen oder kleine Hautunreinheiten nicht auf den Bildern auftauchen. Ihr erhaltet die Bilder beim Fotografen in der Regel sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form, sodass ihr sie gerade bei Online-Bewerbungen beliebig oft wiederverwenden könnt. Auf jeden Fall solltet ihr euch im Vorfeld beim Fotografen erkundigen, welche Leistungen angeboten werden und das eventuell mit anderen Anbietern vergleichen. Denn nur so werdet ihr zufrieden mit eurem professionellen Bewerbungsbild werden.

Bildausschnitt

Der Ausschnitt des Fotos variiert. Ein klassisches Bewerbungsbild setzt den Kopf des Bewerbers in den Fokus, doch im Vergleich zu einem Passfoto beispielsweise ist auch mehr von der Person zu erkennen, also zumindest ein Teil des Oberkörpers oder der Arme. Ein eindeutiges „Schnittmuster“ gibt es jedoch nicht; selbst ein angeschnittener Kopf ist kein Tabu und muss für einen harmonischen Gesamteindruck keinesfalls störend sein.

Outfit

Die Wahl der Kleidung sollte vor dem Gang ins Fotostudio gut durchdacht sein. Grundsätzlich kann man sagen: Mit Hemd oder Bluse liegt ihr immer richtig! Die Farben sollten dabei gedeckt und unauffällig sein; extrovertierte Prints und Muster auf der Kleidung haben auf einem Bewerbungsbild nichts verloren. Neben Hemd oder Bluse kann bei Frauen auch ein Blazer, bei Herren ein Sakko und eine Krawatte getragen werden; das macht das Foto dann eben entsprechend seriöser, was in einigen Branchen sicher auch von Vorteil ist. Frauen sollten auch darauf achten, dass die Bluse hochgeschlossen ist und der Blick des Betrachters auf keinen Fall auf den Ausschnitt gelenkt wird.

Mimik

Soll ich lächeln oder nicht? Wirkt mein Lächeln künstlich? Soll ich besser ernst in die Kamera schauen? Diese Fragen drängen sich beim Thema Gesichtsausdruck auf. Problematisch ist, dass gerade auf Fotos das Lächeln oft nicht besonders natürlich und authentisch wirkt. Trotzdem: Ein freundliches und offenes Lächeln auf dem Bewerbungsfoto hinterlässt einen guten Eindruck. Auch hier macht sich ein professioneller Fotograf wieder bezahlt, denn er sorgt dafür, dass sich der Bewerber im Fotostudio wohl fühlt und dann auch ungezwungen lächeln kann. Außerdem gibt es ja immer genügend Versuche, sodass zum Schluss bestimmt einige passende Bilder dabei sind.

Frisur

Die Frisur sollte möglichst neutral und unauffällig sein: Ein verrückter Haarschnitt, der sofort ins Auge fällt, ist in den wenigsten Fällen angebracht. Lange Haare müssen nicht unbedingt zusammengebunden werden, sollten aber das Gesicht auch nicht verdecken. Im Zweifelsfall kann man sie aber einfach über die Schulter legen.

Fazit:

Der Gang zum Fotografen ist für ein Bewerbungsfoto obligatorisch – und lohnt sich auch. Nichts und niemand kann nämlich die professionelle Beratung eines Experten ersetzen. Ein angemessenes Outfit, ein freundlicher und offener Gesichtsausdruck und eine Bildnachbearbeitung sind weitere Faktoren für ein rundum gelungenes Bewerbungsfoto.

Die „Azubi-Movie“-Tipps in Kürze:

  • Bilder unbedingt vom Fotografen anfertigen lassen; auf keinen Fall private Schnappschüsse verwenden.
  • Im Vorfeld informieren und vergleichen: Bekomme ich die Fotos auch in digitaler Form? Werden die Bilder nachbearbeitet? Beides sollte ein guter Fotograf anbieten.
  • Dezentes Outfit: Bluse oder Hemd; zusätzlich können Blazer oder Sakko getragen werden.
  • Frisur, Schmuck und Make-up sollten möglichst neutral und unauffällig sein.
  • Ein offenes und freundliches Lächeln wirkt sympathisch.