Putzteufel erwünscht!

Putzen kann doch jeder, warum braucht man dafür eine dreijährige Ausbildung? Das fragen sich viele Laien. Doch der Beruf des Gebäudereinigers verlangt viel Organisationsgeschick, fachliches Wissen und Durchhaltevermögen.

Ausbildungsplätze bieten unter anderem Gebäudereinigungsunternehmen oder Betriebe für Desinfektion und Schädlingsbekämpfung, aber auch Dienstleister für Reinigung von Verkehrsmitteln. Dein Einsatzort befindet sich also je nach Ausbildungsstelle im Innen- oder Außenbereich und umfasst verschiedenste Oberflächen wie Glas, Holz, Teppich oder Kunststoff.

In der Berufsschule lernst du die dazu passenden Reinigungs- und Lösungsmittel im Chemieunterricht kennen, damit auch der hartnäckigste Fleck verschwindet. Denn als Fachfrau/-mann für Gebäudereinigung hinterlässt du nur eines: strahlende Sauberkeit. Reinigungsarbeiten gehen leicht von der Hand? Ein großes Vorurteil. Denn der Gebäudereiniger verrichtet anstrengende körperliche Arbeit, die auch mal mit Muskelkater im Feierabend endet.

Gebäudereiniger haben nichts in der Birne? Falsch. Ihr mathematisches Wissen beweisen sie beim Ausrechnen des Reinigungsmittelverbrauchs. Ihr Geschick im Umgang mit Geräten zeigen sie beim Einsatz von Hebebühne und Hochdruckreiniger und zugleich sind sie vielseitige Organisationstalente: Welche Reihenfolge ist beim Reinigen am effektivsten? Wie teile ich meine Zeit richtig ein, damit alles strahlend sauber wird und ich trotzdem schnell vorankomme? Und wie bekämpfe ich besonders festsitzenden Schmutz, ohne die Oberfläche zu beschädigen? Organisation und Sorgfalt sind das A und O. Da es vor allem beim Säubern von Fenstern und Außenfassaden auch mal hoch hinausgehen kann, sollten angehende Gebäudereiniger schwindelfrei und wetterfest sein.