Kristina Schönwiese ist 24 Jahre alt und macht im 3. Ausbildungsjahr eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten.
1. Wieso hast du dich gerade für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Ich habe mich für diesen Ausbildungsberuf entschieden, weil es ein sehr vielseitiger Beruf mit abwechslungsreichen Aufgaben ist. Es gibt täglich neue Herausforderungen, da sich auch im Steuerrecht laufend Änderungen ergeben und man immer am Ball bleiben muss. Außerdem war es mir sehr wichtig einen Ausbildungsberuf zu wählen, bei dem ich viel mit Menschen zu tun habe. Ein weitere Grund sind die sehr guten Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich finde auch die Möglichkeiten nach der Ausbildung sehr interessant. Mit der Ausbildung zum Steuerfachangestellten erlernt man keinen „Sackgassenberuf“, sondern hat viele Möglichkeiten sich weiterzubilden und Zusatzqualifikationen zu erlangen.

2. Was lernst du während deiner Ausbildung?

Die Ausbildung ist sehr vielseitig. Die Bearbeitung von Finanzbuchhaltungen für die monatliche oder vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldung, die Erstellung der Einkommensteuererklärung, Erstellung von Jahresabschlüssen, die Führung der monatlichen Lohnbuchhaltung zählen zu meinen Aufgaben. Auch die Beratung der Mandanten bei der Organisation der Buchhaltung, z.B. bei der Digitalisierung von Belegen, die Kommunikation mit Mandanten, Behörden und Krankenkassen etc. sind Ausbildungsinhalte. Zudem bekomme ich auch Einblicke in die Kanzleiorganisation, wie Terminvereinbarungen, Telefondienst etc.

3. Hast du vor deiner Entscheidung für diesen Beruf ein Praktikum im entsprechenden Berufsfeld absolviert?

Ja, ich habe in der Kanzlei, in der ich meine Ausbildung mache, zuvor ein einwöchiges Praktikum absolviert. Ich würde jedem Schüler empfehlen zunächst mit Hilfe eines Schnupperpraktikums zu schauen, ob einem der Beruf liegt. Da das Miteinander im Team auch sehr wichtig ist, bietet sich dadurch die optimale Gelegenheit um zu sehen, ob es auch zwischenmenschlich passt.

4. Welche Anforderungen stellt dein Ausbildungsbetrieb an dich?

Was sehr wichtig in meinem Beruf ist, sind Ordnung, Struktur, Genauigkeit, die Umsetzung von Gesetzesvorgaben, die selbstständige Fristüberwachung und –einhaltung. Ich darf auch schon weitgehend eigenverantwortlich meinen eigenen Mandantenstamm betreuen. Wenn ich mir bei einer Thematik unsicher bin, halte ich Rücksprache mit dem Kanzleiinhaber und/oder mit Kollegen. Zudem ist es in meinem Beruf sehr wichtig, relevante Arbeitsschritte aufzuzeichnen und diverse Arbeitsvorgänge, auch elektronisch, zu dokumentieren.

5. Was für Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in diesem Beruf?

Es gibt so viele Möglichkeiten sich weiter zu bilden. Zum Einen hat man die Möglichkeit mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung und einer dreijährigen Berufspraxis die Steuerfachwirtprüfung abzulegen und nach weiteren 4 Jahren Berufspraxis die Steuerberaterprüfung zu schreiben. Eine weitere Möglichkeit ist die Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter, welche die IHK anbietet.